Bahnhofstrasse Süd
Das Grundstück der Genossenschaft Freiblick in Zürich Leimbach liegt am südlichen Ausläufer des Zürcher Stadtgebiets, sanft eingebettet zwischen den Moränen des Albis und dem Zimmerberg. Im Norden grenzt der Perimeter gegen die Leimbachstrasse, die als öffentlicher Auftakt die Erschliessung der neuen Siedlung einleitet. Im Osten grenzt das Areal an die bestehende Siedlung der Sonnenhalde II. Von hier aus fällt die Topografie des Grundstücks nach Westen stark ab und führt zur prägnanten Hangkante an der Soodstrasse, die leicht erhaben über dem Flussbett der Sihl thront. Demgegenüber fliessen die hangparallelen Höhenlinien auf gleichbleibender Höhe von der Leimbachstrasse aus über das lang gezogene Grundstück hin zum südlich angrenzenden Hüslibachtobel, der mit seinem stark ausgeprägten Waldsaum einen besondere Freiraumkulisse bietet. Die starke Topografie des Grundstücks steckt voller Potential und dient als Ausgangspunkt für eine starke Verzahnung von Architektur und Freiraum.
Ein kleiner, städtischer Vorplatz direkt am Bahnhofsplatz bildet einen attraktiven Auftakt und führt galant zum ersten städtisch und öffentlich geprägten Werkhof. Diese zwei öffentlichen Platzfiguren werden von höheren Bauten gesäumt, die Ihrer städtebaulich prominenten Lage am Bahnhofsplatz gerecht werden. Rückwärtig davon verbindet die Werkgasse die Bahnhofstrasse mit der Schnydermatt und trägt damit zu einer wichtigen Verzahnung mit dem nachbarschaftlichen Quartier bei. Die erdgeschossige Programmierung im Bereich des Bahnhofvorplatzes, des Werkhofes sowie der Werkgasse ist mehrheitlich gewerblich geprägt und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Belebung des Quartiers. Der landschaftlich geprägte Wohnhof stellt den dritten Freiraum dar. Er wird windmühlenartig von drei Wohngebäuden flankiert, die allesamt von der direkten Nähe und landschaftlichen Qualität des Freiraums profitieren. Die Wohnhäuser an der Bahnhofstrasse 39, die ausserhalb des Bearbeitungsperimeters liegen, werden selbstverständlich in das ortsbauliche setting integriert und durch den neuen Hof aufgewertet.